Die Stadtgeschichte
Die Stadt hat sich zur gleichen Zeit wie das Priorat entwickelt. Familien liessen sich am Fusse des Klosters nieder und die florierenden Geschäfte trugen zur Stadtentwicklung bei.

Die Steinbrücke („le pont de pierre“)

Man konnte die Loire zu Fuss überqueren. Da das Kloster aber immer bedeutender wurde und die Geschäfte sich prächtig entwickelten, wurde die Errichtung einer Brücke nötig. 1520 liess der Prior und bekannte Bauherr Jean de la Magdeleine de Ragny die heutige Steinbrücke erbauen. Sie wurde im 18. Jahrhundert verändert. Sie ist eine der ältesten und schönsten Brücken des Loire-Flusses.

Die Stadtfestung

Zur besseren Verteidigung des Priorats und der Siedlung errichtete Philippe Auguste 1081 wie in allen mittelalterlichen Städten, schützende Festungsmauern, die 1164 noch verstärkt wurden. Sie umrahmten noch andere Grenzmauern, nämlich die des Klosters. Ab dem 19. Jahrhundert verschwanden die Festungsmauern nach und nach in dem sich immer mehr vergrössernden Netzwerk der Stadt. Heute noch findet man hauptsächlich im nördlichen Teil des Priorats guterhaltene Reste: Der „Chemin de la Ronde“- Weg, der den Perrinet Gressard- und Cuffy Turm verbindet, ist begehbar, von hier hat man einen wunderschönen Blick über die mittelalterliche Stadt und die Loire.

Die charakteristischen Strassen und Gassen

Die Altstadt hat den Grossteil ihrer ursprünglichen Struktur behalten, was ihr einen besonders geheimnisvollen Charme verleiht. Die Strassen und Gassen tragen heute noch ihre alten Namen, die von verschwundenen Berufen und Aktivitäten erzählen, wie z.B. die „Place des pêcheurs“ (der Fischer-Platz) oder die „Rue des Chapelains“ (Kaplan-Strasse), oder auch Namen von Besitzern, z.B. die Strasse „Rue du Champ Baratté“ oder eines Ereignisses.
Die verschiedenen Viertel sind von der Geschichte geprägt und die Strassen sind voller Erinnerungen. Man kann sich überall überraschen lassen, wie z.B. von den 84 Stufen der Steintreppe, die von den Pilgern des Jakobswegs nach Santiago de Compostella erklommen wird; oder auch vom alten Salzlager („le grenier à sel“) sowie der Zollabfertigungsstelle der Süsswasserfischer („le guichet“) und des Zwergenhauses („la maison du nain“). Man kann sich ohne Schwierigkeiten vorstellen, wie die Süsswasserfischer und ihre Familien hier in den engen zur Loire führenden Gassen gelebt haben oder wie die Weinbauern sich im oberen Teil der Stadt in den charakteristischen Häusern angesiedelt haben. Natürlich kann man auch von den neu renovierten Vierteln profitieren, wie z.B. dem der Buchhändler und von den unabdingbaren Angeboten der verschiedenen Geschäfte (Bäcker, Metzger, Traiteure, usw.).

Der Vorort („le faubourg“) – eine Insel mitten in der Loire

Eines der Viertel von La Charité sur Loire ist auf einer Insel in der Loire entstanden, dort wo es viele Inselchen und Sandbänke gibt. Hier zwischen zwei Loire-Armen liegt die Insel „Ile du Faubourg“ mit dem Campingplatz im Norden und dem überflutbaren Damm („Digue de la Chevrette“) im Süden. Dieser Damm führte einstmals die Strömung zum alten Hafen der Stadt hin.

Informationen

Das Fremdenverkehrsbüro bietet das ganze Jahr über Stadtführungen an, diese sollten bitte im voraus reserviert werden. Klicken Sie bitte hier, um unsere Info herunterzuladen.

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